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1990

Keramik

als handelndes und spielerisches Denken, das sich in einer ordnenden Form manifestiert.
- Die Figur zwischen Realismus und Abstraktion -

Ausgehend von der Reflexion über die Gesetzmäßigkeiten, Verführungen und Freiheiten des Arbeitens mit dem Material „Ton” soll die inhaltliche Nähe der Materialsymbolik zu der Form einer Figur untersucht werden - Figur im weitesten Begriff.

Mitzubringen sind die eigenen Werkzeuge. Verschiedene Tonsorten, ein ½ m3 Elektro- bzw. ein Rakuofen und viel Platz stehen zur Verfügung.

Die „freie akademie” auf dem Unteren Hardthof versteht sich als ein Ort, der Künstlern, Studierenden und Fortgeschrittenen die Möglichkeit bietet, unter der Anleitung eines erfahrenen Keramikers ihre künstlerischen Fähigkeiten neu zu beleuchten, zu vertiefen und neue Wege zu erschließen. Im intensiven Austausch in der Gruppe können Wahrnehmungen sensibilisiert und neue Aspekte in den erlernten Techniken durch andere Blickwinkel erfahren werden.

1999

Die „freie akademie” auf dem Unteren Hardthof in Gießen lädt ein, d. h. die Türen stehen offen für offene Gedanken und freies Formenspiel. Die Seminare sollen ein „Feuerwerk” an Ideengebungen provozieren, aktuelle Projekte unterstützen, Erfahrungsaustausch bieten und durch andere Blickwinkel das „Alte” neu beleuchten helfen.

Neben den Formfindungsprozessen möchte ich über Besprechungen der Projekte die inhaltlichen und formalen Wege der TeilnehmerINNEN begleiten, die gegenseitige Abhängigkeit von Material, Technik, Form und Inhalt aufspüren helfen.

In allen Seminaren steht die Ent-Deckung im Vordergrund, ein Vermögen eigener Ideen zu haben, brauchbare Lösungen zu finden oder zu erfinden, um diese schließlich auch praktisch umsetzen zu können.

Das Wechselspiel von Konzentration und freiem Lauf von Spiel und Zufall, einem weiträumigen Zugang zu verschiedenen Materialien und das Experiment soll Hilfe dazu sein.

Alle Seminarangebote richten sich sowohl an Anfänger, als auch an Fortgeschrittene im freiplastischen Bereich der Keramik - (Grenzüberschreitungen sind erwünscht).

In diesem Jahr möchte ich den Seminaren die Überschrift geben: Der Weg, die Spuren und der Ton - die (eigene) Bewegung in der keramischen Plastik